Wie Unternehmen von E-Learning profitieren können

Foto von Blog Autor Carla Pieper for Babbel B2B
from CARLA PIEPER
Illustration von E-learning, synchron auf mehreren Devices als Tablet und Desktop App

Unternehmen sind heute darauf angewiesen, dass das Wissen ihrer Mitarbeitenden up to date ist. Ohne lebenslanges Lernen sind die Herausforderungen der digitalen Ära nicht zu stemmen. Digitale Technologien liefern auch das Instrumentarium für die Aus- und Weiterbildung in der Firma. E-Learning setzt sich in den Unternehmen immer stärker durch. Allerdings gibt es für das digitale Lernen noch viele ungenutzte Potenziale.

E-Learning – was ist das?

Als E-Learning (Electronic Learning) werden alle Lernformen bezeichnet, bei denen zur Vermittlung von Wissen digitale Medien verwendet werden. Keine Rolle spielt dabei, ob diese Medien zur Distribution und Präsentation von Lernstoff oder der Kommunikation zwischen Lehrenden, Lernenden oder den Kursteilnehmenden untereinander dienen.

Die ersten Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu digitalem Lernen wurden in den USA bereits in den frühen 1950er Jahren durchgeführt. Ein Jahrzehnt später fanden solche Ansätze auf einer breiteren Basis Interesse. Von E-Learning im heutigen Sinne konnte bei den frühen Formen des digitalen Lernens allerdings noch nicht die Rede sein. Vorläufer heutiger E-Learning-Konzepte waren beispielsweise die sogenannten Telekollegs, die von Anfang an auch in der betrieblichen Weiterbildung zum Einsatz kamen.

Einen echten Durchbruch erlebte das E-Learning zusammen mit dem Aufkommen von Computern und insbesondere durch das Internet. Das Web 2.0 ermöglichte erstmals interaktives digitales Lernen. Während es bei den frühen digitalen Lernprogrammen vor allem um eine effiziente Wissensvermittlung am Computer ging, gewannen selbstbestimmtes Lernen und Kommunikation im E-Learning seit der Jahrtausendwende immer größeren Stellenwert. Die digitalen Lernformen haben sich seit der Jahrtausendwende stark verändert. Ebenso haben die technischen Voraussetzungen für das E-Learning in den letzten 20 Jahren einen Entwicklungssprung vollzogen. Inhaltlich steht im E-Learning heute die Vermittlung von komplexem digitalem Content durch digitale Technologien im Fokus. Aus diesen Angeboten können die Lernenden ihre persönlichen Lerninhalte weitgehend auf autonomer Basis wählen. 

Illustration: E-learning im Beruf, Mitarbeiter-Weiterbildung am Tablet und Desktop


Wie
 E-Learning funktioniert: E-Learning-Formen

E-Learning kann in unterschiedlichen Formen vor sich gehen. Zu diesen zählen:

Computer-Based-Learning
Das Computer-Based-Learning beruht auf Lernsoftware, die auf CDs oder DVDs geliefert wird. Die Lernenden können die Programme örtlich und zeitlich flexibel nutzen. Diese E-Learning-Variante gibt es bereits seit den 1980er Jahren. Sie basiert auf dem Selbststudium der Lernenden. Persönliche Kontakte zu Lehrenden oder anderen Lernenden ist nicht vorgesehen. Falls ein solches Training durch direkte Kommunikation begleitet werden soll, erfolgt sie in zeitversetzter Form.

Web-Based-Learning
Das Nachfolgekonzept des computerbasierten Lernens ist das Web-Based-Training. Die Lerninhalte befinden sich auf einem Internetserver oder können aus dem Intranet des Unternehmens abgerufen werden. Web-Based-Training schließt die direkte Kommunikation der Lehrenden und Kursteilnehmenden in Echtzeit ein. Als Kommunikationsmedien dienen Chats, Foren, Konferenzschaltungen, aber auch E-Mails und Newsfeeds. Web-Based-Trainings werden oft auf digitalen Lernplattformen und mit Hilfe von Lernmanagement-Systemen durchgeführt. Die Systeme unterstützen in der Regel mehrere Kommunikationsplattformen. Web-Based-Training im mobilen Internet ermöglicht komplett orts- und zeitunabhängiges Lernen.

Virtual Classrooms
Virtuelle Klassenzimmer sind eine spezielle Form des webbasierten Trainings. Bei dieser E-Learning-Form werden zu bestimmten Terminen virtuelle Lehrveranstaltungen angeboten. Die Kommunikation im Kurs erfolgt per Chat oder Videokonferenz. Die Lernenden haben die Möglichkeit, Dokumente zu präsentieren und zu teilen.

Blended Learning
Bei Blended Learning wechseln sich das Selbststudium an Digitalgeräten mit Präsenzeinheiten ab, die der Vertiefung und praktischen Erprobung des neuen Wissens dienen. Die Lernenden haben so immer wieder die Möglichkeit zum direkten Austausch in der Gruppe und können durch Coaches sowie Tutoren ein persönliches Feedback erhalten.

Mobile Learning
Inzwischen verlagert sich das E-Learning immer stärker in das mobile Internet. Viele digitale Lerninhalte sind heute auch als mobile App verfügbar. Diese Anwendungen unterstützen auch das sogenannte Micro-Learning („Mikrolernen“). Dabei werden auf Mobilgeräten eine kurze Lerneinheit oder ein Wissenstest absolviert, was oft nur wenige Minuten dauert.

Digitale Lernspiele
Digitale Lernspiele gewinnen im E-Learning immer größere Bedeutung. Sie eröffnen den Lernenden einen individuellen Handlungsspielraum und ermöglichen auf diese Weise eine Weiterentwicklung persönlicher Handlungskompetenzen. Das Internet ermöglicht, solche Lernspiele für eine große Zahl von Teilnehmenden anzubieten. Im Englischen werden sie als MMOG (Massively Multiplayer Online Games) bezeichnet. 

Ein Best-Practice-Beispiel für ein modernes digitales Lernkonzept ist die Sprachlernplattform Babbel. Das Portal unterstützt digitales Lernen am Rechner und mit einer mobilen App. Babbel wendet sich an eine internationale Nutzer-Community. Daher werden die Lerninhalte von Experten für digitale Didaktik und die jeweiligen Sprachen perfekt auf die Bedürfnisse von Lernenden in verschiedenen Ländern zugeschnitten. Die Nutzenden wählen ihre Lerninhalte selbst aus. Zeitlich lassen sich die Lektionen auch in einen stressigen Alltag integrieren: Für jede Lerneinheit ist im Schnitt eine Viertelstunde Lernzeit vorgesehen. 


Warum E-Learning?

Mit E-Learning sind für Unternehmen und Lernende zahlreiche Vorteile verbunden. Das digitale Lernen ermöglicht: 

  • Große Vielfalt der Lernangebote. Unternehmen haben die Wahl zwischen Standardlösungen oder maßgeschneiderten Programmen für die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden.
  • Den standortübergreifenden Rollout von Trainings und anderen Lernprogrammen.
  • Entwicklung einheitlicher Lernformate, die gleichzeitig der Sammlung und Systematisierung des Unternehmenswissens dienen.
  • Örtliche und zeitliche Flexibilität der Lernenden.
  • Autonomes Lernen in individuellem Tempo.
  • Unmittelbare Unterstützung von Businessprozessen. Wenn in einem Arbeitsfeld Lernbedarf erkennbar ist, können Unternehmen darauf mit einem E-Learning-Programm schnell und flexibel reagieren. Das erworbene Wissen können Lernende direkt an ihrem Arbeitsplatz erproben.
  • Anknüpfen an die Lernpräferenzen der Mitarbeitenden. Digitales Lernen kommt den Lernerwartungen der jüngeren Generationen weit entgegen. Ihre Vertreter beziehen auch privat ihre Informationen vor allem aus dem Internet. Hierfür nutzen sie vorzugsweise interaktive digitale Medien wie beispielsweise Social Media. Jedoch stehen auch viele ältere Mitarbeitende digitalen Weiterbildungsangeboten ausgesprochen offen gegenüber. E-Learning in der betrieblichen Weiterbildung trägt dazu bei, die Arbeitgeberattraktivität zu stärken.

    Natürlich ist E-Learning für Unternehmen auch aus der Kostenperspektive interessant. Der finanzielle Aufwand für die Programme ist geringer als für Weiterbildungsangebote in Präsenzformaten. Durch die digitale Kommunikation fallen Reisekosten fort. Außerdem werden weiterbildungsbedingte Ausfallzeiten minimiert. 

    Mitarbeiterin macht am Computer einem Online-Kurs zum Beispiel einen Deutschkurs


    E-Learning: Grenzen, Hindernisse und Potenziale

    Eine Studie des Verbandes der Informations- und Kommunikationswirtschaft BITKOM und des Fraunhofer-Instituts IAO weist aus, dass 80 Prozent der befragten Unternehmen davon ausgehen, dass die Bedeutung von E-Learning in der betrieblichen Weiterbildung künftig steigen wird. Allerdings setzen die meisten Firmen digitale Lernangebote bisher nur auf punktueller Basis ein. Nur zwölf Prozent der Unternehmen verfügen über unternehmensweite E-Learning-Programme.

    Hier liegt ein Potenzial, das durch die Personalteams in den Firmen noch erschlossen werden muss. Bei der gegenwärtig noch vorherrschenden Zurückhaltung gegenüber E-Learning spielen einige tatsächliche oder vermutete Nachteile dieser Lernform eine Rolle. Hierzu gehören:

    • Die Annahme, dass die Motivation der Lernenden in einem E-Learning-Kurs geringer ist als in Präsenzseminaren, da die Möglichkeiten zu direkter Interaktion scheinbar geringer sind.
    • Höhere Anforderungen an die Selbstdisziplin der Kursteilnehmenden.
    • Limitationen der individuellen Betreuung der Lernenden bei hohen Zahlen von Teilnehmenden in einem Kurs.
    • Mangelnde Kontrolle der Initiatoren oder Vorgesetzten über den Lernprozess.
    • Fehlende didaktische Strategien zur Aufbereitung der Lerninhalte.
    • Unzureichendes Wissen über die technische Ausgestaltung von E-Learning-Systemen.
    • Höhere Anfangsinvestitionen für die Etablierung eines unternehmensweiten E-Learning-Systems. 

      Wann und wie funktioniert E-Learning in Ihrem Unternehmen?

      Voraussetzung für die erfolgreiche Etablierung von E-Learning-Programmen ist, dass Sie dafür in Ihrem Unternehmen eine Lernkultur entwickeln. Wichtige Rahmenbedingungen für digitales Lernen in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung sind:

      • Offenheit der Führungskräfte für das digitale Lernen.
      • Ernstnehmen der damit verbundenen Prozesse.
      • Erwerb von Wissen über digitale Lernprozesse.
      • Auseinandersetzung mit E-Learning-Tools und Methoden.
      • Führungskräfte-Weiterbildungen zum digitalen Lernen.

        Mit E-Learning steht Unternehmen eine sehr moderne Möglichkeit der Wissensvermittlung zur Verfügung. Auch in Ihrer Firma entwickeln Sie damit die Kompetenzen Ihrer Mitarbeitenden. Mit E-Learning steigern Sie die Produktivität der beruflichen Weiterbildung und des gesamten Unternehmens.



        ARTIKEL OVERVIEW

        Foto von Blog Autor Carla Pieper for Babbel B2B

        Carla Pieper, Digital Learning Specialist

        Carla is passionate about trends and best practices in language learning, digitization and diversity. At Babbel, the learning success of her customers is particularly important to her.

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